AG 10 Metatexte und Schrittragende Artefakte

Ansprechpartner: Friedrich-Emanuel Focken

Die Arbeitsgruppe knüpft an Überlegungen und Analysen der ersten Förderphase des Sonderforschungsbereichs 933 an. Unter Metatext verstehen wir mit Markus Hilgert zunächst einmal ganz allgemein „Geschriebenes über Geschriebenes“. Im Zentrum der Arbeitsgruppe steht die Frage nach der Beziehung zwischen erzählten Schriftartefakten (Metatexte) und realen Schriftartefakten. Drei Fragebereiche stehen dabei im Mittelpunkt: 1. Faktualität und Fiktionalität: Lässt sich anhand eines Metatextes etwas darüber sagen, ob es den beschriebenen Text wirklich gegeben hat? 2. Selektion und Differenz: Wieso thematisieren Metatexte bestimmte Aspekte von schrifttragenden Artefakten, während sie andere ausblenden? Gibt es in dieser Hinsicht historische und kulturelle Unterschiede? 3. Fiktiv und real: Wie unterscheiden sich innerhalb bestimmter Gesellschaften oder Territorien reale schrifttragende Artefakte und Handlungen, die an schrifttragenden Artefakten vollzogen werden von Schriftartefakten und Schrifthandlungen, die in Metatexten thematisiert werden? Wie lassen sich die Unterschiede erklären?